21. März

Wir schlafen schlecht und sind morgens sehr früh wach. Da wir unterwegs nach Baltimore noch frühstücken wollen, fahren wir um 7.00 Uhr los. Vom Campingplatz bis zum Hafen in Baltimore sind es ca. 30 km. Plötzlich sind wir bereits in der nähe des Hafens und es gibt keine Restaurants oder Fast Food Ketten. Demzufolge sind wir 45 Minuten zu früh auf dem Parkplatz. Um 8.30 Uhr treffen wir Herr Müller, der uns mit der Abwicklung der Verschiffung behilflich ist. Er kommt ursprünglich aus Salem am Bodensee, hat einen Doktortitel in Chemie und lebt bereits seit über 50 Jahren in USA. Zuerst geht es zu Pride International wo die Hafengebühren bezahlt werden und anschliessend fährt Herr Müller das WOMO in das Hafengelände. Nur Leute mit Spezialbewilligung dürfen in das Hafengelände. Wir warten bei Pride mit einem englischen Ehepaar und nach 3.5 Stunden ist der Job erledigt.  

 

 

 

 

 

Tschüss WOMO, wir sehen uns (hoffentlich) in Hamburg wieder!

Seit der Pensionierung macht Herr Müller Stadtbesichtigungen in Washington (er wird nächste Woche 81 Jahre und ist Fit wie ein Turnschuh). Mit ihm können wir in die Hauptstadt fahren und als erstes besuchen wir den Nationalfriedhof in Arlington. Der Friedhof wurde 1864 während des Sezessionskrieges errichtet. Jährlich finden hier knapp 5400 Beerdigungen statt. Mit über 260.000 Beisetzungen seit seinem Bestehen ist der Nationalfriedhof in Arlington der zweitgrösste des Landes. Wir besuchen das Grab von John F. Kennedy mit dem ewigen Feuer.

Als nächstes steht das Abraham Lincoln Denkmal auf dem Programm. Wahnsinn was hier an Marmor verbaut wurde.

Weiter geht es zum Kriegerdenkmal des koreanischen Krieges Es hat die Form eines Dreiecks mit einem Kreis auf seiner Spitze. In dem Dreieck stehen 19 überlebensgrosse Edelstahl-Statuen. Die Figuren stellen eine Squad auf Patrouille dar.  Sie tragen volle Kampfausrüstung und stehen zwischen Granitstreifen und Wacholder-Büschen, die das raue Gelände Koreas darstellen, verstreut

Wir bestaunen das riesengrosse Denkmal von Martin Luther King, welches von einem Bildhauer aus und in China hergestellt wurde. Es verkörpert das ehrende Gedenken an den 1968 ermordeten US-amerikanischen Babtistenpastor und  Bürgerrechtler. Martin Luther King ist der erste Afroamerikaner und der vierte Nicht-Präsident, dem ein National Memorial an der Mall errichtet wurde. Den Eingang bildet der Mountain of Despair (Berg der Verzweiflung), zwei mehrere Meter hohe Felsen aus hell-sandfarbenem Granit, die aussehen, als ob sie aus einem einzigen, senkrecht in der Mitte fast glatt geborstenen Stein entstanden seien. Durch diesen Spalt gelangt man zum Zentrum der Anlage, dem Stone of Hope (Stein der Hoffnung), also buchstäblich von einengender Verzweiflung zur Hoffnung. Der Stein der Hoffnung besteht ebenfalls aus hell-sandfarbenem chinesischen Granit. Aus dem vorderen Drittel des ansonsten roh wirkenden Blocks heraus entwickelt sich die annähernd zehn Meter hohe, sorgfältig bearbeitete Standfigur von Martin Luther King.

Wir haben Glück mit dem Wetter und viele Kirschbäume stehen in voller Blüte. Leider sind auch etliche letzte Woche beim Kälteeinbruch erfroren.

Als letztes fahren wir noch zum Kapitol. Das Kapitol ist der Sitz des Kongresses, der  Legislative (Gesetzgebung) der Vereinigten Staaten von Amerika In ihm finden Sitzungen des Senats und des Repräsentantenhauses statt. Das Bauwerk ist mit fast  fünf Millionen Besuchern im Jahr eines der populärsten Tourismusziele des Landes.

Gegen 18.00 Uhr werden wir von Herr Müller mit unserem Gepäck ins Hotel Americana in Arlington gefahren wo wir nach 11'000 Schritten, vielen interessanten und spannenden Geschichten, einchecken und um 20.00 Uhr so gut wie tot ins Bett fallen.

22. März

Nach dem Frühstück bestellen wir UBER und der Wagen ist in ein paar Minuten da und wir fahren als erstes zum weissen Haus. Überall ist alles abgesperrt und das Sicherheits- und Polizeiaufgebot ist enorm. Und das alles für einen Komiker. Da es sehr kalt ist und ein eisiger Wind uns um die Ohren pfeift, besuchen wir das Informationscenter des weissen Hauses und schauen uns dort einen Film an. Im Jahre 1814 brannte das Haus komplett aus und wurde in 2 Jahren wieder aufgebaut.

Vorbei an wunderschönen Gebäuden laufen wir nochmals zum Congress, denn wir wollen zur Library of Congress. Dies ist die weltweit grösste Bibliothek. Sie beherbergt eine wachsende Sammlung von mehr als 150 Millionen Einzelstücken. Zum Bestand der Washingtoner Bibliothek gehören:

  • 31 Millionen Bücher und andere Druckerzeugnisse in 470 Sprachen,
  • 50 Millionen Handschriften,
  • 12 Millionen Fotografien,
  • 4,8 Millionen Pläne und Karten,

außerdem die größte Sammlung seltener Bücher in Nordamerika, darunter eine Gutenberg-Bibel sowie Adolf Hitlers Buchsammlung. Es wird behauptet, dass jedes Buch das jemals auf der Welt gedruckt wurde, dort zumindest als Kopie vorhanden ist. Bei allen Gebäuden gelten strenge Sicherheitsmassnahmen wie am Flughafen.

Auf dem Rückweg besuchen wir noch den Botanischen Garten, welcher in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt ist.

Zu Fuss alles wieder zurück zum Restaurant Plan B wo wir uns für Hackbraten und Kartoffelstock entscheiden. Der hat ja so was von gut geschmeckt. Wieder UBER bestellt, welcher uns zurück zum Hotel gebracht hat. Der Fahrdienst ist super und für eine Fahrt haben wir gerade mal 10 US Dollar bezahlt. Nun haben wir uns genug gebildet und morgen werden wir nur noch ein Shoppingcenter besuchen um uns die Zeit bis 18.00 Uhr (Abflug) zu vertreiben.