29. April

Auf dem Campingplatz sehen unsere WOMOS wie Spielzeugmobile aus neben den riesigen Fahrzeugen der Amis. Man fühlt sich hier in die Zeit zurückversetzt, die wir aus den Karl May Büchern kennen. Tombstone wurde 1879 als ein Zentrum des Silber-Abbaus gegründet und boomte 10 Jahre lang. Den Abend verbringen wir im Western Saloon Big Nose Kate. Die Cowboy Bar war ursprünglich das Grand Hotel der Stadt und wurde 1881 erbaut. Die Namensgeberin Kate war angeblich die erste Prostituierte in der Stadt und die Freundin von Doc Holliday. Es fliesst reichlich Bier Whisky und eine Country Band spielt. Wir werden von Jessica bedient, welche auch von hinten ein tolles Bild abgibt. Auch Uwe macht sich mit Mantel und Gewehr nicht schlecht. Ein rundum gelungener Abschiedsabend. 

30. April

Die Stadt war um 1880 Schauplatz verschiedener berühmter Schießereien, unter anderem der Schiesserei am O.K Corral mit den Earp-Brüdern und Doc Holliday am 26. Oktober 1881. Auf dem Friedhof Boot Hill finden sich die Gräber bekannter und unbekannterer Opfer jener Zeiten.

Heute ist die Stadt eine Touristenattraktion mit verkehrsberuhigter Allen Street. Sie wirbt mit dem Slogan „The town too tough to die“ (Die Stadt, die zu hartnäckig ist, um zu sterben). Historische und historisch nachgebaute Saloons vermitteln das Flair einer alten Westernstadt. Am Vormittag besuchen wir den Friedhof und anschliessend die Westernshow. Auch findet Wolfgang wieder mal wieder einen richtigen Tabakladen und kauft sich einen neuen Pfeifenstopfer und ein spezielles Pfeifenfeuerzeug (das letzte wurde ihm am Flughafen in Cartagena abgenommen).

 

1. Mai

Unser erster Tag ohne Gruppe. Wir fahren nach dem Frühstück los Richtung Tucson. Als erstes besichtigen wir das Pima Air Museum. Dies verfügt vermutlich über die weltgrösste Flugzeugausstellung. In Hallen und einem riesigen Aussengelände stehen über 200 gepflegte, überwiegend militärische Originalmaschinen aller Jahrgänge. Unter anderem auch die Airforce 1 von John F. Kennedy.

Danach geht’s zu Camping World da wir noch einige Sachen für’s WOMO brauchen. Als erstes treffen wir Margit und Wolfgang und wir kaufen einen kleinen Tisch und einen Vorhang gegen die Mücken. Sonst finden wir nichts. Schauen dann halt wieder bei Walmart rein.  Wir fahren weiter zum Saguaro Nationalpark. Hier stehen die Saguaro-Kakteen in grosser Dichte, darunter vielarmige Exemplare von beachtlicher Grösse. Wir kaufen einen Jahrespass für die Nationalparks für 80 US Dollar ( damit haben wir freien Eintritt in alle Nationalparks der USA während einem Jahr ) und quartieren uns anschliessend auf dem Gilbert Ray Campground ein. Wir stehen zwischen den Kakteen mitten im Park und geniessen die absolute Ruhe. Hier ist Self Check In, das heisst man sucht sich einen Platz, merkt sich die Nummer, geht zurück zum Eingang, schreibt die gewünschten Daten auf, legt das Geld in einen Umschlag und wirft diesen in einen Kasten. Einen Teil des Zettels klemmt man dann beim Platz unter die Nummer. Wie es der Zufall will, treffen wir hier auch noch Siggi und Peter, die einige Tage hier bleiben, bis ihr Fahrzeug repariert ist.

2./3. Mai

Wir fahren über Phoenix zum Lake Pleasant wo wir auf dem schön gelegenen Desert Tortoise Campground einen wunderschönen grossen Platz direkt am See bekommen. Es ist wunderbar hier und nach einer sehr windigen Nacht laufen wir  gleich am Morgen um 9.00 Uhr (danach ist es viel zu heiss) den Wild Burro Trail in 2 Stunden. Leider sehen wir heute die Esel nicht, aber die Landschaft ist fantastisch. Auch die Eichhörnchen kommen zum WOMO und fressen uns aus der Hand. Ich nehme sogar ein erfrischendes Bad im See bei ca. 18 Grad.

4. Mai

Durch den Oak Creek Canyon geht's bis zum Bell Rock Pathway wo wir einen Spaziergang durch eine wunderschöne Landschaft machen. Am Nachmittag durchfahren wir dann den kleinen Ort Sedona und übernachten auf dem total im Wald gelegenen Campground ohne Netz und ohne Strom (wofür sie uns aber auch 20 Dollar abnehmen). Tagsüber schwitzen wir bei über 30 Grad, dafür sind die Nächte bei 9 Grad doch empfindlich kühl und jeden Morgen werfen wir die Heizung an.

5. Mai

Da es am Abend recht früh (19.30 Uhr) dunkel ist, gehen wir meistens früh schlafen. Dementsprechend früh sind wir natürlich wach. Um 8.00 Uhr sind wir startklar und über Serpentinen schlängeln wir uns auf über 2'000 m Höhe. Wir erreichen Flagstaff und fahren ein kurzes Stück auf der Route 66 wo Erinnerungen an unsere Motorradtour vor 15 Jahren wach werden. Nach einem Foto Stop erreichen wir Page wo wir auf dem Parkplatz des Walmart zuerst Maria und Peter und anschliessen Margit und Wolfgang antreffen. Eindrücklich erweist sich der Besuch des Glen Canyon Dam. Nach ein paar km erreichen wir den Campground Wahweap wo wir für 48 Dollar einen Platz mit Full hook bekommen. Fürs duschen muss man extra noch 2 Dollar bezahlen. Wenn das so weiter geht, müssen wir infolge Geldmangels früher nach Hause.