Danach fahren wir gleich weiter zum Yellowstone Nationalpark und dort zu den Geysir Feldern. Am Old Faithful Geysir gibt es einen schönen Rundweg und es brodelt und raucht überall. Beim Castle-Geysir steht auf einer Tafel angeschrieben, dass ein Ausbruch zwischen 14.30 und 16.00 Uhr zu erwarten sei. Also machen wir uns auf den Weg zum Grand Prismatic Spring wo die Farben wegen des vielen Rauchs nicht so zur Geltung kommen. Dafür begegnen wir noch einer kleinen Schlange. Wieder zurück, eine kleine Zwischenverpflegung gekauft und dann auf einer Bank vor dem Castle-Geysir gewartet. Nach ca. 20 Minuten kommt eine Rancherin und teilt den Wartenden mit, dass für heute doch keine Voraussage gemacht werden kann. Egal war trotzdem schön.

Und immer noch keinen Bären gesichtet, nicht einmal Yogibär!!!

1. Juni

Heute morgen als erstes bei Minus-Temperaturen wieder die Winterklamotten ausgegraben. Wir nehmen die östliche Route und fahren mal bis kurz vor Bridge Bay wo wir eine Wanderung zur Natural Bridge geplant haben. Rucksack gepackt und einen Stock als Waffe gegen die Bären in der Hand marschieren wir los. Wir kommen ca. 100 m voran und stehen vor einer geschlossenen Schranke. Der Weg ist gesperrt da die Bären nun Jungtiere haben und es zu gefährlich ist. Also zurück zum Auto und weiter geht die Fahrt entlang dem Yellowstone River wo Juni und Juli die Forellen über die Stromschnellen springen. Wir sperbern, sehen aber keine. Überhaupt sind wir schon leicht frustriert weil in den Beschreibungen von riesigen Bison- und anderen grossen Tierherden die Rede ist. Und plötzlich tauchen sie auf, die Wapiti und die Bisons. Was für ein Anblick. Sogar auf der Strasse trotten sie uns gemütlich entgegen. Nach einer kurzen Wanderung zum Artist Point und zu den Norris Geysiren fahren wir glücklich und zufrieden zu unserm Übernachtungsplatz 10 km ausserhalb des Parks. Da wir und unsere Kleider von den Schwefeldämpfen wie faule Eier riechen, werden erst die Kleider gewaschen und wir setzen uns in den heissen Whirlpool.

2. Juni

Nachdem der Kühlschrank und der Dieseltank wieder gefüllt sind, geht es weiter im Yellowstone-Park zu den Mammoth Hot-Springs. Das heisse Quellwasser wurde hier auf dem Weg an die Oberfläche stark mit dem Kalziumkarbonat des Deckgesteins angereichert, das sich beim Austritt an die Oberfläche um die Öffnung herum ablagerte und auf diese Weise Terrassen gebildet hat. Der Wasserzustrom hat sich aber nach Erdstössen verringert, so dass Teile der Terrassen ausgetrocknet sind. Auch sind die Farben nicht so attraktiv und auch der bewölkte Himmel mindert die Farben. Wir laufen über Holzstege und Treppen hoch. Müssen ja täglich unsere Schritte absolvieren. Die Fahrt nach Livingston führt durch eine grüne hügelige Landschaft und wir kommen wieder auf 1500 m runter. Im kleinen ort parken wir und suchen unsein Restaurant. Wir finden einen Chinesen, der Mittagsbuffet anbietet und essen sehr fein. Der Campingplatz in Livingston erweist sich als verlottert und ungepflegt und wir fahren weiter bis Bozeman zum Sunrise Campground. Herrlicher Platz mit vielen Blumen, Wiesen und sehr familiär. Leider fängt es an zu tröpfeln und wir verbringen den Rest des Tages im WOMO.