6. Mai

Wir ändern unsere Reiseroute. Gemäss Wetterprognose ist im Yellostone Nationalpark für nächste Woche Schnee und in der Nacht Temperaturen bis minus 6 Grad angesagt. Das ist definitiv nichts für uns. Wir fahren gleich nach dem Frühstück zum legendären Horseshoe Bend (Hufeisenkurve). Die Wolken werden immer dichter und der Wind bläst uns fast um. Um den Colorado River richtig fotografieren zu können muss ich auf dem Bauch ganz nach vorne robben. Aufrecht zu stehen ist zu gefährlich. Hier wimmelt es auch schon frühmorgens von Japanern.

Anschliessend überqueren wir die Grenze nach Utha und fahren durch eine bizarre Landschaft und erreichen den Zion Nationalpark durch den östlichen Eingang. Auf dieser Strecke gibt es 2 Tunnels wobei beim zweiten Restriktionen bestehen. Fahrzeuge über 2.40 m Breite oder über 3.40 m Höhe dürfen nur im Konvoi durch den Tunnel. Unser Fahrzeug wird am Eingang ausgemessen und wir dürfen mit eingeklappten Spiegeln durch den Tunnel. Wer im Konvoi fahren muss, zahlt nochmals 15 Dollar zusätzlich zum Eintritt. Nach einigen Fotostops erreichen wir den schönen Ort Springdale. Wir quartieren uns auf dem Campground des Quality Inn ein und spazieren durch den Ort. Der Wind hat etwas nachgelassen aber es ist doch recht kühl.

7. Mai

Vom Regen in die Traufe!! Bei strömendem Regen verzichten wir auf den Ausflug in den Zion Nationalpark und fahren Richtung Las Vegas an den Ort des Verbrechens wo wir vor 17 Jahren geheiratet haben. Am Nachmittag wird das Wetter besser und wir laufen den Strip rauf und runter. Kaum zurück auf dem RV Platz hinter dem Hotel Circus Circus beginnt es zu schütten und zwar ganze 3 Stunden lang. Am Abend geht's noch kurz ins Casino und wir verzocken 100 Dollar.

In einem Jahr regnet es hier nur an 5 Tagen. Wer hat schon das Glück in Las Vegas einen Regenbogen zu bewundern!

8. Mai

Das Taxi bringt uns am Vormittag zum Mandalay Bay Hotel wo wir unsere Hochzeitsnacht verbracht haben. Von dort latschen wir alles zurück mit Stopps in den verschiedenen Hotels und geniessen die Wasserspiele vor dem Bellagio. Todmüde kommen wir beim WOMO an und freuen uns, dass Renate und Manfred heute auch hier eintreffen.

Im Hotel Venetian fahren richtige Gondeln durchs Hotel. Alles sieht aus wie in echt. Der bewölkte Himmel ist aber gemalt. Alles Indoor.

Nachdem wir mit Renate und Manfred Kaffee getrunken und leckere Erdbeertorte gegessen haben, fahren wir mit dem öffentlichen Bus ins alte Las Vegas. Das ist der Hammer. Hier essen wir Steaks und anschliessend stürzen wir uns in Getümmel. Die verrücktesten Gestalten treten hier auf und es gibt eine tolle Light Show.

K.O. ist heute nur der Vorname. Wir sind 17 km gelaufen und im Moment wissen wir gar nicht mehr wie man "Füsse" schreibt.

Der Fahrradfahrer ist echt. Gibt man ihm ein Trinkgeld, steht er sogar auf.