12. Mai

Nach einem halben freien Tag (Wäsche waschen, WOMO putzen) und nachdem wir noch auf dem Platz Gas getankt haben, geht’s zu den Alabama Hills. Einmalig  abgerundete Felsen in vielen Formen und Zusammensetzungen bilden dort Hügel, die zahlreichen Westernfilmen als Kulisse dienten. Wind, Wasser und Eis leisteten in den Alabama Hills ganze Arbeit. Es soll über 300 Felsbögen und –öffnungen geben. Ich glaube Wolfgang war schon mal hier und hat mir ein Herz in die Felsen gehauen!!! Die Alabama Hills sind ein absoluter Geheimtipp abseits der grossen Touristenpfade.

 

Nach dem Einkaufen fahren wir weiter Richtung Yosemite Nationalpark. Im Visitorcenter in Lee Vining erfahren wir, dass der Tioga- und der Sonora Pass (beide über 3‘000 m) noch geschlossen sind. Der Sonora sollte morgen geöffnet werden aber bei einem Gefälle von 26%  wollen wir das Auto schonen und machen lieber einen Umweg. Wir checken auf dem RV Park Mono Vista ein und fahren gleich nochmal los zum Mono Lake. Die charakteristischen Kalktuffgebilde an den Seeufern entstehen unter Wasser, die heute sichtbaren wurden erst durch die Absenkung des Wasserspiegels freigelegt. Eine Besonderheit des Mono Lake ist der Sand-Tuff. Quellen mit hoher Schüttung an sandigen Uferabschnitten können Süßwasser, Sand und das Salzwasser des Sees so verwirbeln, dass Tuffausfällungen in dünnen Schichten im Sand auftreten. Wird der Sand später durch die Strömung ausgewaschen, bleiben kleine, filigrane Gebilde aus Tuff erhalten, die in einigen Fällen trocken fallen und so der schnellen Zerstörung durch die Strömung entgehen. Wir sind fasziniert und staunen über diese fantastischen Gebilde.

Es sind fast keine Camper auf dem Platz und später am Abend fährt ein uns bekanntes WOMO auf den Platz. Es ist die Tochter von Sybille und Pierre die mit einer Freundin das WOMO der Eltern übernommen hat. Es gibt anscheinend auch einen Bären auf dem Platz und man darf ab 16.00 Uhr keinen Müll mehr in die Tonnen werfen.

Freitag der 13te und die Odysee zum Yosemite Nationalpark!!!

Nach kurzer Beratung und mit Rückblick welche Pässe wir in Südamerika gefahren sind, beschliessen wir, doch über den Sonora Pass zu fahren. Nach ca. 50 km stehen wir am Abzweig und einer Tafel "Closed". Vielleicht haben sie ja das Schild noch nicht entfernt. Wir fahren ein Stück und die Strasse ist tatsächlich gesperrt. Wir erkundigen uns bei einem Strassenarbeiter und er teilt uns mit, dass der Pass frühestens am Dienstag befahrbar sei. Also geht s wieder zurück zur Hauptstrasse, dann über den Monitor Pass und anschliessend den Carson Pass nach Jackson. Dort machen wir einen kleinen Stadtbummel durch die Main Street. Von dort über Sonora Richtung Yosemite Nationalpark und zum Indian Flat RV Park, welcher uns der nette Herr im Visitor Center (er hat auch gesagt, dass der Sonorapass heute geöffnet wird) empfohlen hat. Wir fahren von Westen in den Park, und nach einer kurvenreichen Strasse wo alle Aussichtspunkte vollgeparkt sind, geht's südlich wieder aus dem Park. Schon bei der Einfahrt stand ein grosses Schild "Campgrounds full". Nach 9 Stunden Fahrt kommen wir zum Platz und auch hier ist alles ausgebucht obwohl der Platz 20 km ausserhalb liegt. Der nächste Platz sei 40 km weiter in Mariposa. Ich frage noch, ob wir auf irgend einem Parkplatz an der Strasse schlafen könnten: "Nein das wäre nicht erlaubt!" Nach 30 km kommen wir an einen KOA Campingplatz wo wir total kaputt noch einen Platz für 55 Dollar bekommen. Fazit: Nachdem wir den Yosemite Park vor Jahren schon mal gesehen haben, fahren wir morgen weiter.