17. Mai

Wir fahren nach Barstow, das liegt zwischen Los Angeles und Las Vegas. Hier in der Nähe werden wir morgen Rosemarie, Liliane, Paul und Urs treffen. Mit ihnen waren wir bereits 8 Wochen im südlichen Afrika unterwegs. Wir freuen uns, die vier hier zu treffen. Bei der Ausfahrt zum Campingplatz sehen wir die Werbung für das Diner Peggy Sue aus den 50iger Jahren. Wir stellen das WOMO ab und laufen ein Stück zurück (natürlich sind wir die einzigen, die hier zu Fuss gehen). Das Lokal ist so richtig amerikanisch und wir haben oft während unserer Reise auf der Route 66 solche Lokale besucht. Wir essen Zwiebelringe und New York Steak. Lecker, lecker. Nach dem Essen schlendern wir durch den Gift Shop. Heute haben wir noch unsere Flüge nach Zürich gebucht, d.h. wir machen 3 Wochen Urlaub in der Schweiz und kommen am 30. Oktober wieder zurück nach Los Angeles.

18. - 20. Mai

Heute wollen wir ja unsere Schweizer Freunde treffen. Wir machen uns auf den Weg zum Joshua Nationalpark. Wir sind schon am Mittag dort und quartieren uns auf dem Hydden Vallay Campground ein. Der Park ist eine Wüstenlandschaft im Südosten Kaliforniens, die den Übergang zwischen der Mojave-Wüste und der Coloraddo-Wüste bildet. Der Park ist nach der auffälligen, im Englischen „Joshua Tree“ genannten Josua-Palmlilie benannt, der größten Art der Gattung der Palmlilien (Yucca), die auch Josuabaum genannt wird. Neben den Joshuabaum-Wäldern bietet der Park eine der interessantesten geologischen Formationen, die man in den kalifornischen Wüsten findet. Es herrschen kahle Felsen vor, die in der Regel in einzelne Felsformationen aufgebrochen sind. Wir wandern durch wunderschöne Felsformationern und geniessen die Stille.

Am späteren Nachmittag fahren wir nochmals zum Park raus und versuchen Urs anzurufen. Im park ist wieder kein Netz und somit sind wir nicht erreichbar. Die 4 befinden sich in der Nähe von Palm Springs im Walmart beim Grosseinkauf und wir vereinbaren, dass wir uns morgen um 11.00 beim Eingang zum Park treffen. Nach einer angenehm kühlen Nacht, machen wir am Morgen einen Ausflug zum Keys View Aussichtspunkt und können bis Palm Springs gucken. Ob die wohl schon unterwegs sind? Nach einer kleinen Wanderung mit erstaunlichen Blumen fahren wir um halb 11 zum Parkeingang.

Wir warten und warten und warten und nach einer halben Sunde fahren wir wieder zum Park raus bis wir Netzt haben. Wir versuchen Urs anzurufen aber kommen nur auf die Combox. Wir fahren nochmals 10 km bis zur Kreuzung und warten dort nochmals 15 Minuten. Danach geht's zurück zum Campingplatz, da wir um 12.00 entweder den Platz räumen müssen und nochmals für 1 Nacht zahlen. Uns bleibt nichts anderes übrig als zu warten. So gegen 14.00 Uhr kommt ein WOMO von Road Baer und tatsächlich mit 4 Schweizern bestückt. Ein grosses Hallo und natürlich viele Fragen!!! Sie haben einen anderen Park Eingang genommen und stehen auf dem Jumbo Rocks Camping. Wir überlegen nicht lange, packen unsere 7 Sachen und fahren hinter ihnen zum Campingplatz. Nach einer gemütlichen Kaffeepause geht's noch zum Cholla Caktus Garden wo Paul unbedingt noch ein paar Stacheln mitnehmen möchte. Zurück auf dem Camping, werfen wir den Grill an. Rosmarie und Lilian bereiten einen tollen Salat zu, während auf dem Grill das Filet und die Schweinsbratwürste bruzzeln. Nach dem Essen machen wir noch ein grosses Lagerfeuer und lassen den schönen Abend bei einem Whisky ausklingen.

Gleich nach dem Frühstück geht's los ca. 100 km durch die Mojave Wüste. Keine Menschenseele und fast immer geradeaus. Es geht über Parker den Colorado River entlang bis Lake Havasu City. Die London Bridge ist die partielle Rekonstruktion eines gleichnamigen, in den 1960er Jahren abgebauten Londoner Brückenbauwerks an einem Stausee und Erholungsgebiet. Die Brücke führt in über einen künstlichen Flussarm des zum Lake Havasu aufgestauten Colorado River. Der Gründer von Lake Havasu City, der Ölindustrielle Robert Mc Gulloch, erwarb das Verkleidungsmaterial der ursprünglich von 1831 stammenden eleganten Bogenbrücke über die Themse. Beim Londoner Originalbauwerk waren durch den starken Verkehr statische Probleme aufgetreten, die einen Neubau erforderlich machten. McCulloch ließ am Stausee von Lake Havasu eine Stahlbetonbrücke mit gleichen Proportionen errichten, die dann mit dem in London erworbenen, nummerierten und auf dem Seeweg und per LKW transportierten Steinmaterial aus Granit verkleidet wurde. Wir bummeln durch einen kleinen Park. Very British!!!

Es gibt 2 Varianten von hier um nach Kingman zu fahren. Wir entscheiden uns auf der Route 66 über Oatman zu fahren. Hier stehen immer noch wie vor 15 Jahren die Esel auf der Strasse. Ich vermute mal, dass es nicht mehr die gleichen sind. Auf einer kurvenreichen Strasse und bei 34 Grad geht es dann weiter nach Kingman. Der Wind bläst uns fast von der Strasse und auch auf dem Campingplatz ist es unmöglich, draussen zu sitzen oder die Tür offen zu lassen.